Klimaschutz in Kronberg
 
   
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Presseerklärung zum Bericht "Klimaschutz ist in Kronberg kein Fremdwort" im Kronberger Boten vom 6. Januar 2011

 

Unter der Überschrift "Klimaschutz ist in Kronberg kein Fremdwort" wird ein Bild gezeichnet, das der Realität leider nicht gerecht wird. Auch nach 5 Jahren ohne CDU-Verantwortung ist der Klimaschutz noch immer eine Schnecke. Die wenigen Fortschritte, die erreicht wurden, mussten gegen großen Widerstand erkämpft werden, so die erste Fassaden-Dämmung am Wohnhaus in der Immanuel-Kant-Straße.

 

Die Installation der ersten Bürger-Solaranlage auf dem Dach des Ernst-Winterberg-Hauses kam nur durch einen Dringlichkeitsantrag in der konstituierenden Sitzung im Mai 2005 auf den Weg und konnte nur mit Hilfe der Stadtwerke Oberursel realisiert werden. Lediglich bei der dritten Anlage auf dem Dach vom Haus Altkönig hat sich die Stadt mit 50% an der Investition beteiligt.

 

Der von uns GRÜNEN seit langem geforderte Energiemanager wurde zwar eingestellt, jedoch nur mit einer halben Stelle. Seitens der Stadt kann nur die Holzhackschnitzel-Feuerungsanlage für das Ernst-Winter-berg-Haus als positive Maßnahme verbucht werden, die kürzlich in Betrieb ging.

 

Selbst kleinste Veränderungen wie die Absenkung der Wassertemperatur im Schwimmbad um 1 Grad wurde von allen anderen Fraktionen abgelehnt. Und dies in einer Kommune, die vor 13 Jahren dem Klimabündnis beitrat und sich damit verpflichtete, den CO2-Ausstoß alle 5 Jahre um zehn Prozent zu senken.

 

In besagten Artikel werden als nicht unerheblicher Beitrag für den Klima-schutz die vom Gesetzgeber geforderten Ausgleichmaßnahmen bei neuen Bebauungsplänen bezeichnet. Hier liegt insofern ein Denkfehler vor, als damit ja nur ein Ausgleich zum Status-quo geschaffen wird und nur selten eine zusätzliche Aufwertung von Natur und Landschaft stattfindet. Auch wird übersehen, dass nicht bei jedem Bauprojekt der geforderte Ausgleich auch umgesetzt wird. Der große Bürokomplex im Bendersee hat nach 8 Jahren seinen Ausgleich noch nicht erbracht und ist somit als nicht-legale Baumaßnahme zu werten. Auch das stört die anderen Fraktionen im Parlament offenbar nicht, obwohl DIE GRÜNEN regelmäßig den Vollzug anmahnen.

 

Kronberg ist die Welthauptstadt des Cellos, aber bezüglich des Klima-schutzes sind wir nach wie vor ein Kaff. Das muss sich ändern!